Apollinariswallfahrt lockt große Pilgerscharen nach Remagen

Apollinariswallfahrt lockt große Pilgerscharen nach Remagen

Hunderte Menschen nahmen an der Haupterhebung und der feierlichen Eröffnungsmesse teil

 

„Was Er euch sagt, das tut!“ Unter diesem Motto steht die diesjährige Apollinariswallfahrt, bei der Tausende von Gläubigen zum heiligen Apollinaris beten und sich die Büste des Heiligen mit der Reliquie aufsetzen lassen. Hunderte von Gläubigen nahmen schon am Samstag an der feierlichen Eröffnungsmesse mit der Haupterhebung und der Segnung der Stadt vom Pacelliplatz aus sowie am Sonntag an der heiligen Messe mit dem Apollinarischor teil. Den Segen über die Stadt Remagen erteilte der leitende Remagener Pfarrer und stellvertretende Dechant Frank Klupsch.

Das Leitmotiv der elften Wallfahrt folgt den Worten aus dem Johannes-Evangelium „Was Er euch sagt, das tut“, einer Aussage Marias während der Hochzeit zu Kanaa, bei der Jesus Wasser zu Wein werden ließ. Vor 850 Jahren hat die Reliquie des heiligen Apollinaris der Legende nach ihren Platz auf dem Apollinarisberg gefunden. „Bereits zum elften Mal laden wir zur Apollinaris-Wallfahrt ein, und wir hoffen, dass wieder viele, viele Menschen zur Wallfahrt kommen und ihren Glauben finden“, so Pater Bartholomé von der „Ordensgemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“. Er hieß besonders den leitenden Pfarrer von Remagen und stellvertretenden Dechanten Frank Klupsch willkommen, denn das heilige Haupt gehöre zur Pfarrgemeinde St. Peter und Paul. Sein weiterer Willkommensgruß galt dem Apollinarischor, der Schützengesellschaft Remagen mit ihrem Präsidenten Wolfgang Strang, Hauptmann Bernd Schunk und dem jungen König Ralf Strang sowie den Musikern der Steinbach-Hardt-Bläser, die nun schon traditionell die Eröffnungsmesse und die Prozession musikalisch begleiteten. Sein Gruß galt aber auch den vielen Helfern, ohne die die Wallfahrtsfeierlichkeiten kaum möglich seien.

„Was Er euch sagt, das tut“, hob Pater Bartholomé den Leitgedanken der zweiwöchigen Apollinaris-Wallfahrt in den Mittelpunkt. „Hier feiern wir jetzt zwei Wachen lang die Hochzeit von Kanaa“, betonte der geistliche Rektor der „Ordensgemeinschaft der gekreuzigten und auferstandenen Liebe“.

„Es ist höchste Zeit, dass die Bläsergruppe Apollinaris wachruft und wir ihn aus dem Sarkophag in der Krypta holen und ihn ehren können.“ Begleitet von den Geistlichen erhob Pastor Frank Klupsch die silberne Büste mit den Reliquien des heiligen Apollinaris aus dem steinernen Sarkophag, bevor die Geistlichen mit der silbernen Büste, begleitet von den Remagener Schützen und den Gläubigen, durch den Klostergarten zum Pacelli-Platz zogen. Alljährlich begleiten die Schützen in Tracht den Haupterhebungsgottesdienst sowie die Prozession. Bereits zum neunten Mal fand die Prozession direkt im Anschluss an die Haupterhebung vor der Eröffnungsmesse statt. Damit möchte die Ordensgemeinschaft die Haupterhebung mit der Prozession und dem Segen über die Stadt enger verbinden und die Eucharistiefeier nicht unterbrechen.

Stadt und Bürger gesegnet

Vom Pacelli-Platz aus sprach Pfarrer Frank Klupsch den Segen über die Stadt Remagen und ihre Bürger. „Wir bitten um den Segen Gottes. Nicht nur, damit wir fromm werden, sondern damit wir das Leben in Fülle erreichen,“ so Klupsch. „Diesen Segen brauchen wir alle. Gemeinsam zelebrierten Klupsch und Pater Bartholomé im Anschluss die Eröffnungsmesse zur Wallfahrt.

Das diesjährige Leitmotiv der Wallfahrt griff Klupsch in seiner Predigt auf und verglich dabei den Wein mit Lebensfreude. „In unser aller Leben gibt es Zeiten, in denen der Wein auszugehen scheint.

Zum Glück aber gibt es Menschen wie Maria, die den Mangel erkennen und auch aussprechen. Sie helfen uns, wie es im Evangelium heißt, Wasser zu schöpfen und Krüge zu tragen.“ Durch das Vertrauen in Gott könne dann aus dem Wasser bester Wein werden, der neuen Mut und neue Orientierung schenken könne. Voraussetzung dafür sei allerdings, auf Gott zu hören, sein Wort zu begreifen und entsprechend zu handeln.

In langen Schlangen warteten im Anschluss an die Messe die Gläubigen, um sich die silberne Büste mit den Reliquien des Heiligen aufsetzen zu lassen. Die feierliche musikalische Begleitung oblag den Steinbach-Hardt-Bläsern und dem Apollinarischor. Noch bis zum 6. August findet die Wallfahrt zum Apollinarisberg statt. An Werktagen ist jeweils um 9.45 Uhr und um 17 Uhr Rosenkranz sowie um 15 Uhr Pilgerandacht. Um 10.30 Uhr und um 18 Uhr finden heilige Messen statt. Sonntags werden um 8 Uhr, um 10.30 Uhr und um 18 Uhr die Messen gehalten. Die Pilgerandacht ist sonntags jeweils um 15 Uhr, und Gelegenheit zum Rosenkranz besteht um 9.45 Uhr und um 17 Uhr. Beichtgelegenheit ist täglich von 9.45 bis 10.20 Uhr, von 13 bis 14.30 Uhr und von 17 bis 17.50 Uhr.

Nach jeder heiligen Messe und jeder Pilgerandacht besteht die Gelegenheit, den persönlichen Segen mit dem heiligen Haupt zu empfangen. Nach der heiligen Messe und nach der Pilgerandacht empfängt die Ordensgemeinschaft die Gäste im Kloster oder im Garten zu einem einfachen Imbiss oder Kaffee und Kuchen.

Die Abschlussfeier der Apollinariswallfahrt findet am Sonntag, 6. August, um 18 Uhr mit einem Pontifikalamt mit Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp und dem Apollinarischor statt.