Königsball zu Ehren des Königspaares Heinz und Doris Scheil

Stimmungsvoller Königsball der Schützen zu Ehren des Königspaares Heinz und Doris Scheil im knubbelvollen Foyer

Koenigsball-21-10-2015-43-2015Eine Krönung im wahrsten Sinne des Wortes im Regentenjahr ist für die Schützenkönige der Sankt Sebastianus Schützengesellschaft Remagen der traditionelle Königsball. So konnte sich am Samstag beim Königsball im prächtig geschmückten Foyer der Rheinhalle der amtierende Schützenkönig Heinz Scheil mit seiner charmanten Königin Doris Scheil über zahlreiche Gratulationen freuen. Angetreten war im knubbelvoll besetzten Foyer eine große Schar von Schützenkameraden, als das Schützenkönigspaar, geleitet von Präsident Wolfgang Strang und Offizieren, musikalisch begleitet von der Kapelle „Wahnsinn total“ in den Saal einmarschierte. Dazu gab es selbstverständlich standing ovations der Gäste und der weit über 50 Schützenkameraden um Präsidenten Wolfgang Strang. Am Präsidenten lag es auch, das strahlende Königspaar vorzustellen. „Euch beiden gilt ein herzliches Willkommen. Seit unserem Schützenfest habe ihr unsere Schützengesellschaft sehr gut repräsentiert. Wir wünschen euch beiden weiterhin ein schönes Königsjahr und heute Abend einen festlichen Königsball“, so Strang. Herzliche Grußworte des Präsidenten galten neben dem strahlenden Königspaar, Ehrenpräsident Bürgermeister Herbert Georgi mit Gattin Andrea, sowie Präses Pfarrer Frank Klupsch. Herzlich willkommen hieß Präsident Strang auch Ehrenmitglied Frans Vermee mit Gattin, Ortsvorsteher Walter Köbbing, den Kripper Ortsvorsteher Heinz-Peter Hammer und sein Oberwinterer Pendant Norbert Matthias. Ein herzlicher Gruß galt auch Bürgerkönig Horst Brück mit Gattin Monika, Altkönig Thomas Wickord, dem Jungschützenprinzen und Bezirksjungschützenprinzen Elias Wickord sowie der Schülerprinzessin und frischgebackenen Bezirksschülerprinzessin Katharina Zimperfeld. Desweiteren galt der Gruß dem Bezirksbundesmeister Sigi Belz, dem neuen Bezirkskönig aus Königsfeld, Roland Wichterich, der Remagener Weinkönigin Ronja Leicher mit ihren Prinzessinnen Inga Leicher und Laura Hochstädter, der Abordnung der Schützenbruderschaft Alt Remagen mit Präsident Helmut Möhren und Schützenkönigin Daniela Felsch, der Schützenbruderschaft aus Oberwinter um Präsidenten Martin Schlimpen und Kaiserpaar Patrick und Bahia Asssenmacher, der Schützengesellschaft aus Bad Bodendorf mit ihrer Königin Tina Heck, der Schützengesellschaft aus Nieder-Oberdollendorf sowie den vielen Vertretern der örtlichen Vereine.

Ansprache des Ehrenpräsidenten Herbert Georgi

Humorig, wie schon allseits erwartet, fiel die Ansprache von Ehrenpräsident und Bürgermeister Herbert Georgi aus. Er freue sich beim Königsball der Schützen zu sein, denn die Sankt Sebastianus Schützengesellschaft stelle für ihn das Musterbeispiel eines Schützenvereins dar. Und dann ging der Spaß los. „Kein Wunder, dass so ein staatser Verein Begehrlichkeiten weckt. Da hat der Herr Pastor, noch neu in der Kernstadt und als Präses noch ein wenig „grün“ hinter den Ohren, doch tatsächlich bei der Erhebung des Heiligen Hauptes in der Apollinariskirche von „seinen Schützen“ gesprochen“, so Georgi. „Bisher lief das zwischen uns, zwischen Präses und Ehrenpräsident, immer friedlich miteinander ab. Ewer wenn du jetz esu anfängst, Frank, dann sahren isch dir, Frank, du sollst et sinn losse. De Schütze, dat sin net de ding, dat sind de ming. So, demm han isch jetz ens su rischtisch Bescheid jesaat“, schmunzelte Georgi in Richtung Präses Klupsch . Und weil er so richtig in Stimmung sei, nehme er sich auch gleich den nächsten „Delingquenten“ vor, den König Heini, der erst seit sechs Jahren bei den Schützen sei und schon König, obwohl noch Grünschnabel. Beim 101. Schuss auf den Rumpf des Königsvogels sei der Rumpf noch etwa 50 Kilo schwer und weitere 20 bis 30 Schuss vorprogrammiert gewesen. Dann sei ein Wildschütz aus Kripp angetreten und schwupps sei mit einem einzigen Schuss aus Heini Heinz I. Geworden. Auch in seinem wahren Leben sei Heinz Scheil passionierter Jäger und mache in dieser Eigenschaft den Löhndorfer Wald unsicher. Darüberhinaus sei er auch Jagdhornbläser. Löhndorf habe es ihm wohl angetan, denn wie er aus zuverlässiger Quelle wisse, verschwinde Heini am letzten Aprilwochenende eines jeden Jahres für fünf Tage, rund um die Uhr, nach Löhndorf zur Kirmes. Einmal jährlich sei Heinz Scheil dann mit seinem Freund Lutz auf Mallorca anzutreffen. „Wie schön, dass ein so umtriebiger Mensch in seiner Heimatstadt einen soliden Hafen hat, den er regelmäßig ansteuern kann. Ich meine damit nicht den Ehehafen, sondern das Panikorchester. Einen christlichen Verein junger Männer, quasi die village people von Remagen, in puncto Solidität gleich unterhalb des Apollinariskirchenchores angesiedelt. Wenn der Heinz, liebe Frau Scheil, dann ab und zu einmal nach Hause kommt, zum Beispiel um zweimal die Woche die Badesachen für das Frühschwimmen im Freibad zu packen, dann muss das für sie eine große Freude sein. Sicher hat man sich dann viel zu erzählen. Ihm die Zügel enger anzuziehen oder den Brotkorb höher zu hängen, hätte wahrscheinlich ohnehin keinen Sinn, denn die Schwiegermutter hat der Schlawiner auch schon umgarnt. Aber um es rheinisch zu sagen, liebe Frau Scheil, ich bin mir sicher, irjendwie mät der Heini das alles widder joht“, schloss Georgi, aber nicht ohne zu erwähnen, dass die Schützengesellschaft nach Adi Görres mit Heinz Scheil wieder einen Schützenkönig von echtem Schrot und Korn habe. Tosenden Applaus konnte der Ehrenpräsident für seine gelungene Ansprache, die immer wieder durch herzhaftes Gelächter unterbrochen wurde, einheimsen. Und dann folgte von Präses Pastor Frank Klupsch in seiner Ansprache die Antwort auf „meine oder deine Schützen“. Zunächst gratulierte der Präses dem strahlenden Königspar und auch Schwiegermutter Laux zum gelungenen Schwiegersohn. Doch dann fragte er sich, ob der Bürgermeister etwas „geraucht“ oder was man ihm in der Kur zu essen gegeben habe. In Anlehnung an den Ausspruch von Petrus „Gold und Silber habe ich nicht, aber meinen Segen kann ich euch geben“ riet er den Schützen sich für Gold und Silber an den Bürgermeister zu wenden. Er hingegen sei für den Segen zuständig. Spontanen Applaus gab es für die humoristische Antwort des Präses.

Dank von König Heinz Scheil

König Heinz Scheil bedankte sich für die netten Ansprachen und ließ nicht unerwähnt, dass im Remagener Schwimmbad der Bürgermeister und Ehrenmitglied Frans Vermee kürzlich bei ihrem Aquajogging, „die treten da so vor sich hin und schwätzen“, unterbrochen worden seien. Da habe Schützen- und Panikerkollege Tommy Pieper laut gerufen: „Macht Platz ihr zwei, der König kommt“. Und schon hätten die beiden eine Gasse gelassen, durch die er als König habe schwimmen können. Im Anschluss lud König Heinz Scheil seine Kameraden zum traditionellen Königsumtrunk ein. Nachdem die Schützen den Umtrunk des Schützenkönigs genossen hatten, begann die Gratulationscour. Eine besondere Überraschung gab es für König Heini. Zu seinen Ehren spielte das Panikorchester ein Ständchen. Eine tänzerische Einlage lieferten die Blue-Velvets von Bad Bodendorf und für viele tolle Überraschungen sorgte die große Tombola. Krönung war für das Schützenkönigspaar natürlich die Rosenpolonaise, bei der die Damen der weit über 50 Schützen jede eine langstielige Rose der Königin Doris Scheil überreichten. Bis in den frühen Morgen feierten die Schützen zur Musik der Band „Wahnsinn total“ mit den Gästen beim stimmungsgeladenen Königsball das amtierende Schützenkönigspaar Heinz und Doris Scheil.