Patronatsfest 2019

St. Sebastianus Schützengesellschaft Remagen feierte Patronatsfest

Ehrungen und Dank für große Verdienste

Zum traditionellen Patronatstag, dem Fest des Schutzheiligen, konnte der Präsident der St. Sebastianus Schützengesellschaft Remagen, Wolfgang Strang, am Sonntag zahlreiche Schützen im Saal des katholischen Pfarrzentrums willkommen heißen. Strangs besonderer Gruß galt Präses Pastor Frank Klupsch, der zuvor die gemeinsam besuchte heilige Messe zelebriert hatte. Strang betonte, dass im Gedenken an den Schutzpatron, den heiligen Sebastian, die Schützen sich besonders auf folgende Werte besinnen sollten: das Bekenntnis zum christlichen Glauben, die Liebe zur Heimat und den Schutz der Jugend. Diese Werte solle man nicht aus den Augen verlieren.

Gerade die Schützen hätten einen festen Platz in der kirchlichen Gemeinde, aber auch in der Bürgerschaft. Stolz zeigte sich der Präsident darüber, dass alle anfallenden Arbeiten, die beim Patronatsfest im vergangenen Jahr angesprochen worden seien, auch erledigt worden seien. So habe die vereinseigene Anlage eine neue Einfahrt, ein neues Tor, eine neue Beleuchtung, einen neuen Kleinkaliberstand mit einem neuen Dach sowie einen sanierten Platz. Schleppend hätten die Arbeiten begonnen, aber dank der Begeisterung der Helfer habe alles erledigt werden können. Mit unzähligen Arbeitsstunden in Eigenleistung und 15.000 Euro sei alles geschafft worden. Sein Dank galt den Helfern.

Vielfältig in der Stadt engagiert

Margot Ockelfels

Neben den vielen Einsatzstunden am vereinseigenen Schützenplatz seien auch die traditionellen Veranstaltungen durchgeführt worden, allen voran das Königsschießen mit dem neuen Schützenkönig Gereon Wickord. Doch gelte es auch, nicht nur an sich selbst zu denken. So hätten die Schützen für die Adventszeit der Kirchengemeinde ein Glühweinbüdchen gestiftet, das gut genutzt worden sei. Zudem hätten die Sebastianer die Behinderten des Pfarrverbands traditionell eingeladen, in diesem Jahr zu einem Ausflug, der den Behinderten und ihren Begleitern viel Freude bereitet habe. An dieser Stelle gelte es einmal Dank zu sagen, Dank an Margot Ockenfels. Sie engagiere sich seit vielen Jahren für dieses Fest. Mit einer Urkunde und einem Blumenangebinde wurde dieser Einsatz gewürdigt. Dank galt auch Markus Strang für die Erstellung des Jahresberichts und Kurt Ockenfels für dessen Druck. Nach einigen Terminankündigungen, darunter die Fahrt in die Partnerschaft Georgsmarienhütte am 4. und 5. Mai, ehrten Hauptmann Bernd Schunk und Präsident Wolfgang Strang die Sieger im Historischen Schießen, die Vereinsmeister der einzelnen Klassen. Vereinsmeister wurden in der Klasse U12 Kenneth Heydecke, in der Schülerklasse Katharina Zimperfeld, in der Schützenklasse Michael Ockenfels, in der Altersklasse Wolfgang Strang, in der Seniorenklasse Günter Dubbel und in der Superseniorenklasse Kurt Ockenfels.

Jahrzehntelange Mitgliedschaft

Gemeinsam mit Präses Pfarrer Frank Klupsch wurde noch eine Reihe von hohen Ehrungen durchgeführt. Thomas Wickord, seit 40 Jahren äußerst aktives Mitglied und 1987 König, erhielt unter dem Beifall der Schützen den großen Jubelorden des Bundes der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften mit Urkunde. Mit dem Verdienstorden der Gesellschaft plus Urkunde wurden für ihren engagierten Einsatz Adi Görres, Heinz Scheil, Jörg Zimperfeld und Elias Wickord ausgezeichnet.

Das Silberne Verdienstkreuz des Bundes der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften erhielten Heribert Langen und Markus Strang. Langen trat im November 1996 den Schützen bei, war seitdem bei fast allen Veranstaltungen dabei und kümmert sich Jahr für Jahr um die Grünpflege auf dem Schützenplatz. Strang trat im September 1990 in die Bruderschaft ein, war 1993 Schülerprinz, 1995 Jungschützenprinz und 2016 König der Gesellschaft. Seit März 2013 ist er als Schatzmeister im Vorstand und steht stets bereit, wenn Arbeiten anfallen. Strang sei ein Schütze, der auch neue Ideen einbringe und sich dank seiner EDV-Kenntnisse um alle Belange der Internetseite kümmere, hieß es in der Würdigung.

Ganz großen Bahnhof gab es dann für die nächste Ehrung, die Bezirksbundesmeister Sigi Belz gemeinsam mit Präses Klupsch vornahm. Belz machte es spannend und nannte Jahreszahlen und Stationen des zu Ehrenden. Mit knapp zehn Jahren sei er 1987 eingetreten, sei Schüler- und Jungschützenprinz gewesen und 1991 Bezirksprinz. Von 1997 bis 1999 habe er sich als Jungschützenmeister engagiert und sei leidenschaftlicher Schütze im sportlich-historischen Schießen. Seit 2005 sei er Schießmeister der Gesellschaft, und seit 2014 leite er den zweiten Zug. Nun wussten es alle: Die Rede war von Michael Ockenfels, der mit dem Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften geehrt wurde. Der Applaus der Schützen war Ockenfels ebenso sicher wie der Ruf nach der obligatorischen Runde, von denen es dank der vielen Ehrungen einige zu genießen gab.

Mehr Einsatz im Bezirk gefordert

Bundesmeister Belz plädierte mit Nachdruck dafür, dass sich die Remagener Schützen, ebenso wie die beiden anderen großen Schützenvereine Brohl und Ahrweiler, mit Vertretern im Bezirksvorstand engagieren sollten. Er selbst werde nicht wieder antreten, wenn es keinen Stellvertreter gebe. „Wenn ich aufhöre, wird auch der komplette Bezirksvorstand nicht mehr antreten“, mahnte Belz. Deutliche Worte fand der Bezirksbundesmeister auch zu den synodalen Beschlüssen. „Wehret den Anfängen. Wir stehen für Tradition und Kirche. Wie soll das ohne Präses, ohne Pastor gehen?“ Auch auf der Bundesversammlung werde dieses Thema angesprochen werden. Im Anschluss an die Ehrung und die ernsten Worte des Bundesmeisters feierten die Schützen ausgiebig die Geehrten beim Patronatsfest. AB